Sommersemester 2013

E-Bass-Workshop mit Kai Eckhardt

Kai Eckhardt entdeckte erst mit 15 Jahren den E-Bass für sich. Er studierte von 1983 bis 1987 am Berklee College of Music, das ihm nach Abschluss seines Studiums einen Lehrauftrag erteilte. Während des Studiums trat er bereits mit Bob Moses, Tiger Okoshi und Torsten de Winkel auf. Er spielte ferner mit Alphonse Mouzon, Randy Brecker und Stanley Clarke. 1988 holte ihn John McLaughlin in sein Trio mit Trilok Gurtu, mit dem er auf internationale Tour ging und zwei Alben einspielte. Daneben trat er mit Michael Gibbs auf. Anschließend war er in den Bands von Billy Cobham und von Aziza Mustafa Zadeh tätig. 1995 arbeitete er zudem mit Mike Mainieris „Steps Ahead“ und gründete mit Paul McCandless, Kit Walker und Alan Hall die Gruppe „Three of Worlds“. An seinem Debütalbum „Honour Simplicity, Respect the Flow“ waren Aydın Esen, Courtney Pine und Zakir Hussain beteiligt. Anschließend arbeitete er mit Garaj Mahal. Er arbeitete für Maria João, Ralph Towner, Wayne Shorter, Dewey Redman, Donald Byrd, Rhiannon und die Meters und komponierte für Bobby McFerrins „Voicestra“. Kai Eckhardt lebt seit Mitte der 1990er Jahre in Kalifornien.

Weitere Infos auf seiner Website: www.kaizone.com

Datum: 08.04.2013
Zeit: 14.00 – 19.00 Uhr
Ort: Tonstudio, Emmichplatz 1

Band-Workshop mit dem „Nostalgia Trio“: Nils Wogram (tbn), Dejan Terzic (dr), Arno Krijger (hammond organ)

Die Idee für das Nostalgia Trio schlummerte in Nils Wogram schon seit vielen Jahren. Entstanden ist seine Liebe zum Trio mit Hammond Orgel in New York auf zahlreichen Sessions in Harlem. Das Nostalgia Trio möchte die mitreißende Stimmung transportieren, die Nils Wogram in New York schätzen gelernt hat. Für die Originalität sorgen die Kompositionen mit der Handschrift Nils Wograms und deren eigenwillige Interpretation. Er und seine Triomitglieder - Dejan Terzic (dr) und Arno Krijger (hammond organ) - sind in der Jazztradition verwurzelt. Sie haben einen unverwechselbaren, eigenen Klang auf ihren Instrumenten entwickelt. In den elegischen Momenten strahlen die Songs des Trios etwas Geheimnisvolles, ja Sakrales aus. Bei den schnellen, mitreißenden Nummern verwandelt sich die Bühne in einen Schmelztiegel der Klänge und Kulturen. Blasorchester, Swing und Reggae-Grooves laufen gegeneinander.

Im Workshop geht es um „Deep Groove“ - Die Verwendung von Stilmitteln und Grooves aus der Popmusik im Jazz. Aufgezeigt werden die Möglichkeiten, wie man sich auf intelligente Weise Elementen aus der Popmusik und verwandten Stilrichtungen bedienen kann, ohne sie zu kopieren. Was für Stilmittel und Grooves werden verwendet und wie kann man sie in seine Musik mit einfließen lassen? Wie gelingt es trotzdem die Lebendigkeit und den improvisatorischen Charakter des Jazz zu erhalten? Es werden Kompositionen von Nils Wogram unter die Lupe genommen, bestimmte Kompositionselemente erklärt und demonstriert. Der Workshop ist praxisnah. Es wird viel gespielt, ausprobiert und diskutiert. Bitte nehmt alle Eure Instrumente mit!

Weitere Infos auf seiner Website: www.nilswogram.com

Datum: 18.04.2013
Zeit: 12.00 – 17.00 Uhr
Ort: Tonstudio, Emmichplatz 1

Bigband-Workshop mit Julia Hülsmann

Die gebürtige Bonnerin lebt seit 1991 in Berlin, wo sie an der HdK Jazz-Piano studiert hat. Sie ist seit vielen Jahren als Pianistin und Komponistin national und international tätig und veröffentlichte zahlreiche CDs, darunter 3 beim Label ACT ; immer mit ihrem Trio (Marc Muellbauer, bass/ Heinrich Köbberling, drums) und verschiedenen Vokalgästen, u.a. Rebekka Bakken, Anna Lauvergnac und Roger Cicero. Seit Oktober 2008 ist sie bei dem renommierten Münchener Label ECM unter Vertrag und hat dort  mit ihrem Trio (mit Marc Muellbauer, bass + Heinrich Köbberling, dr) die CD „The End Of A Summer“ und im Februar 2011 die CD „Imprint“ (ECM) herausgebracht.

Die ZEIT schreibt : „Julia Hülsmann ist die Lyrikerin des deutschen Jazz.“ Das Jazzpodium: „Die deutsche Jazzszene erhält durch Julia Hülsmann eine bedeutende neue Stimme. Unaufdringlich, aber eindringlich, unprätentiös, aber hochkonzentriert.“

Mit der Studiobigband der HMTMH wird Julia ihre aus fünf Sätzen bestehende Suite "Drei Farben weiss" erarbeiten, die 2004 in Wien uraufgeführt wurde.

Externe Teilnehmer können nur passiv an diesem Workshop teilnehmen, d.h. als Zuhörer bei den Proben!

Weitere Infos auf ihrer Website: www.juliahuelsmann.de

Datum: 29. und 30.04.2013
Zeit: 10.00 – 18.00 Uhr
Ort: Tonstudio, Emmichplatz 1

Mixing-Workshop mit JEO

Jeo, der mit bürgerlichem Namen Joachim Mezei heißt, ist der erfolgreichste Mix-Tontechniker für Popmusik der letzten Jahrzehnte in Deutschland. Er hat Produktionen von Roger Cicero, Nena über Anette Louisan, den No Angels, DSDS, bis zu den Produktionen von Dieter Bohlen usw. gemischt und den deutschen Pop-Radiosound stark mit geprägt. Auf seiner Website ist eine lange Liste seiner Referenzen.

Zusätzlich produziert Jeo viel und sehr erfolgreich von "die Doofen" bis Marc Medlock. Er arbeitet immer in seinem eigenen Tonstudio in der Nordheide im Süden Hamburgs, wo er mit der Software Logic über ein analoges SSL 4000 Mischpult mischt.

Bei dem Workshop wird er Einblick in seine Kriterien und Strategien bei Mischen von Popmusik geben.

Mehr Infos über Jeo unter www.jeopark.de

Datum: 22.05.2013
Zeit: 12.00 – 18.00 Uhr
Ort: Studio, Weidendamm 8

„The Bad Plus“ - Ethan Iverson (p), Reid Anderson (b), Dave King (dr): Band-Workshop

Die „härteste Versuchung seit der Erfindung des Klaviertrios“ hat man sie genannt und der Guardian schrieb: „Wenn die Coen-Brüder ein Jazztrio zusammenstellen würden, wäre es wahrscheinlich wie dieses: komisch und dramatisch zugleich“. Der Rolling Stone ergänzte: „Ebenso knallhart wie geistreich.“ Seit sich die drei Jugendfreunde aus dem Mittleren Westen der USA im Jahr 2000 in New York wieder über den Weg liefen, staunt die Welt darüber, wie sie die brachiale Energie des Rock mit der Raffinesse des Jazz kombinieren. Plötzlich war klar, dass die Geschichte des Pianotrios im Jazz keineswegs mit Keith Jarrett, Brad Mehldau oder EST zu Ende erzählt ist. Originelle Interpretationen populärer Songs von Abbas Knowing Me, Knowing You bis zu Nirvanas Smells Like Teen Spirit sind neben Eigenkompositionen ein wichtiger Baustein im Repertoire der Band. Mit etwa 170 Konzerten jährlich hat The Bad Plus eine beeindruckende Tourpräsenz.

Weitere Infos auf ihrer Website: www.thebadplus.com

Datum: 26.05.2013
Zeit: 15.00 – 18.00 Uhr
Ort: Jazz Club, Am Lindener Berge 38

Saxofon-Workshop mit Hayden Chisholm

Hayden Chisholm wuchs in Neuseeland auf. Er studierte in der Schweiz, Griechenland, Indien, Jugoslawien, Japan und schließlich in Köln, u.a. bei Frank Gratkowski. Hier wurde er in den 1990er Jahren durch seine Zusammenarbeit u.a. mit Nils Wograms Root 70 bekannt, die bis in die Gegenwart anhält. Seit 1995 unternahm er Konzerttourneen durch Indien, Europa, Afrika und Lateinamerika, unter anderem mit John Taylor.

Seit 2002 arbeitet Chisholm mit der Aktionskünstlerin Rebecca Horn zusammen, für deren Installationen er die Musik komponierte. Er arbeitet mit Marcus Schmickler im Projekt „Amazing Daze“ zusammen und bildet mit Gareth Lubbe und Claudio Bohórquez das Improvisationstrio „DOHA“. 1996 veröffentlichte er sein Debütalbum „Circe“. Außerdem wirkte er als Saxophonist, Klarinettist und mitunter auch Keyboarder an Alben von Sebastian Gramss' „Underkarl“, Antonis Anissegos, David Sylvian, Burnt Friedman, Jaki Liebezeit und anderen mit. Chisholm wirkte als Protagonist im Dokumentarfilm „Sound of Heimat - Deutschland singt“ (2012) von Arne Birkenstock und Jan Tengeler mit. 2013 wurde ihm aufgrund seiner „einzigartigen Klangästhetik“ der SWR-Jazzpreis verliehen.

Hayden nennt seinen Workshop “The G-String of Pythagoras”. Das Ziel soll das Erlangen einer praktischen Grundlage beim Beherrschen von Obertönen und harmonischen Proportionen sein, um besser am eigenen Sound arbeiten zu können und letztendlich alle Bereiche der eigenen Musik dadurch zu stärken.

Weitere Infos auf seiner Website: www.haydenchisholm.net

Datum: 04.06.2013
Zeit: 11.00 – 17.00 Uhr
Ort: Tonstudio, Emmichplatz 1

Gunnar Brandt: Gesangs-Workshop

Die Stimme kann sehr viele Klangfarben bieten. In diesem Workshop werden sich die Qualitäten von Klang, Umfang, Leichtigkeit und Ausdauer der Stimme verbessern. Gearbeitet wird zudem daran, die Vorstellung vom idealen Klang der eigenen Stimme zu verwirklichen. Die stilübergreifende Erfahrung als Solist und Dozent und die Ausbildungen als Sänger, Diplom-Musiklehrer, Atem-, Sprech- und Stimmlehrer und Tontechniker, ermöglichen Gunnar Brandt eine Vielzahl von Perspektiven und Werkzeugen.

Als Sänger mit Schwerpunkt in der zeitgenössischen Musik liegt Gunnar Brandts großes Interesse in der klanglichen Wandelbarkeit der Stimme. Die Arbeit an ca. zwanzig Uraufführungen seit 2007 führte zu Konzerten und Opernvorstellungen z.B. auf der Ruhrtriennale, den Operadagen Rotterdam, dem Holland Festival und dem Edingburgh-Festival, sowie in der Opéra La Bastille Paris, Teatro Real Madrid, Philharmonie Breslau, etc. Dazu kommen Aufzeichnungen und Livesendungen mit mehreren Radiosendern.

2006 entstand eine CD-Produktion mit Ersteinspielungen des Komponisten Stefan Wolpe. Diese Zusammenarbeit mit dem belgischen Pianisten Johan Bossers zeigt das frühe Liedwerk des Komponisten aus der Zeit der Weimarer Republik. Vier CD-Produktionen, auf denen Gunnar Brandt sowohl als Ensemblemitglied, als auch als Solist vertreten ist, sind 2007 bis 2009 in England, Holland und Deutschland erschienen.

Datum: 5.6.2013
Zeit: 10.30 – 16.30 Uhr
Ort: Studio, Weidendamm 8

Gesangs-Workshop mit Tokunbo Akinro: Du bist Dein Song – The Authentic Voice

In diesem Workshop geht es um die interpretatorischen Fragen: Wie mache ich mir einen Song zueigen? Wie finde ich meinen authentischen Ausdruck und Stil? Ob Eigenkompositionen oder Fremdrepertoire, nur die persönliche Interpretation macht den Vortrag unverwechselbar. Zentrum der Interpretationsarbeit im Rahmen des Workshops ist die Auseinandersetzung mit Eurer eigenen Klangvorstellung sowie das Herausarbeiten der stimmlichen Durchlässigkeit und des individuellen Stimmsounds.

Erarbeitet werden Songs der Teilnehmer unter Einbeziehung verschiedener musikalischer Parameter (Klangfarbe, Artikulation, Dynamik etc.) und ästhetischer Stilmittel (Phrasierung, Vibrato, Melodie-Variation/Melismatik). Im Performance-Block dreht es sich um die eigene Vorstellung der "Inszenierung" eines Auftritts und die Simulation der Live-Situation mit Mikrofoneinsatz.

Bestandteile des Workshops:

Afro-Cuban Body-Voice Warm Up
Vocal Warm Up
Interpretatorische Erarbeitung der Songtitel
Performance

Mit ihrer Band Tok Tok Tok veröffentlichte die Sängerin Tokunbo 13 Alben, davon 10 Studio-Alben sowie 3 Live-Aufnahmen. Tok Tok Tok wurden 5 mal mit dem German Jazz Award ausgezeichnet. In Frankreich wurde ihnen der renommierte Grand Prix SACEM der französischen Urheberrechtsgesellschaft SACEM verliehen. Ihre Tourneen führten "Deutschlands Soul Jazz Export Nr. 1" nach Italien und Spanien, zu den Festivals auf die Kanarischen Inseln, durch ganz Osteuropa, nach Israel, in die Türkei bis nach Brasilien. Aus der Zusammenarbeit mit dem NDR Pops Orchestra entstand das Album Gershwin with Strings. Das dazu gehörige Release-Konzert fand mit mit dem Filmorchester Babelsberg im September 2012 statt. Zur Zeit arbeitet die Sängerin an ihrem Solo-Album.

Weitere Infos auf ihrer Website: www.tokunbomusic.com

Termine:

17.6.2013 von 13–19 Uhr (Schwerpunkt Songerarbeitung)
18.6.2013 von 11–15 Uhr (Schwerpunkt Songerarbeitung)
20.6.2013 von 11–17 Uhr (Schwerpunkt Performance)

Ort: jeweils im Tonstudio, Emmichplatz 1

Kompositions-Workshop mit Sebastian Sternal

Sebastian Sternal erhielt ab dem Alter von sechs Jahren Klavierunterricht und kam schon mit elf Jahren über seinen Lehrer zum Jazz. Seit 2003 studierte er Jazzpiano in Köln bei John Taylor und Hubert Nuss, ab 2007 Komposition am CNRS Paris bei Hervé Sellin und dann wieder in Köln bei Joachim Ullrich. Zunächst spielte er im Landesjugendjazzorchester von Rheinland-Pfalz und war dann langjähriges Mitglied des Bundesjazzorchesters unter der Leitung von Peter Herbolzheimer, für das er auch als Dozent tätig war. Er arbeitete mit Jazzgrößen wie Dee Dee Bridgewater, David Binney und John Riley zusammen; Konzertreisen führten ihn in die USA, nach Namibia, Südafrika, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Polen, Bulgarien und Albanien.

Sternal lehrte seit 2009 Jazz-Theorie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und wurde im April 2011 als Professor für Jazzklavier an die Hochschule für Musik Mainz berufen. Er wurde gerade für seine CD "Sternal Symphonic Society" mit dem "ECHO Jazz 2013" ausgezeichnet und ist auch Träger des "WDR Jazzpreis 2007" sowie Gewinner des "Concours piano jazz Martial Solal 2010" und gehört zu den meistgelobten Pianisten der europäischen Jazzszene.

Am ersten Tag des Workshop wird Sebastian Kompositionen für Bläser + Trio + Streichquartett aus seiner aktuellen CD vorstellen und seine Konzepte von Instrumentierung, Komponieren für Streichquartett und dessen Integration in eine Jazzband erläutern. Der zweite Tag behandelt dann Komposition in einer allgemeineren Form.

Weitere Infos auf seiner Website: www.sebastiansternal.de

“Sternal Symphonic Society”: am 21.06.2013 von 9.00 – 13.00 Uhr im Tonstudio, Emmichplatz 1
“Composer’s Lab”:
am 22.06.2013 von 10.00 – 14.00 Uhr in Raum 120, Emmichplatz 1

Alex Hofmann: Live-Electronics-Workshop

Alex Hofmann (Dipl.-Musikl.) studierte bis 2007 Musikerziehung mit Hauptfach Saxophon an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Studienschwerpunkte waren Computer-Musik, Live-Electronics und Improvisation sowie das Programmieren und Experimentieren mit interaktiven Musiksystemen am Elektronischen Studio (Incontri). Anschließend (2008-2011) arbeitet er als Sounddesigner und Audioprogrammierer (u.a. Native Instruments) und engagiert sich in der SuperCollider und CSound Community. In Zusammenarbeit mit Joachim Heinz entstand 2009 das Projekt "Zur Verbesserung der Lehre von elektronischer Komposition und Computer Musik", dessen Ergebnisse u.a. das CSound Floss Manual, Video-Tutorials zur Musikprogrammierung sowie die Planung und Durchführung der ersten CSound Konferenz sind. Seit Sept. 2011 ist Alex Hofmann PhD-Student an der MDW und Mitarbeiter am IWK im Rahmen des Forschungsprojektes "Measurement & Analysis of finger forces in clarinet playing".

Im Mittelpunkt des Workshops wird das Thema "Live-Electronics und Sounddesign mit OpenSource Software" stehen.

Datum: 1.7.2013
Zeit: 10.00 – 14.00 Uhr
Ort: Studio, Weidendamm 8

 

Zuletzt bearbeitet: 30.05.2013

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