Jacobien Vlasman

Fach: Gesang

Jacobien Vlasman, in Amsterdam geboren, wuchs ab ihrem 5. Lebensjahr in NRW auf und lebt seit 1993 in Berlin, wo sie zunächst ihr geisteswissenschaftliches Magisterstudium (Germanistik, Romanistik und Philosophie) 1998 erfolgreich abschloss und danach ihre eigentliche Passion, Musik, zum Beruf machte. 1999 wurde sie mit dem Jazz-Stipendium des Berliner Senats ausgezeichnet und veröffentlichte 2000 ihre erste CD „Infant Eyes“ (Timescraper Jazz). 2001 gewann sie den 1. Preis der Jury beim 1. Jazz&Blues Award Berlin mit ihrem Quartett.

2008 erschien ihre CD „vocale vitrine“ mit ihrem Quintett in der Reihe next generation bei Jazzthing/doublemoon. Die CD bekam, wie auch die erste, ausnahmslos positive Pressekritiken.

Als Autodidaktin besuchte sie Workshops, nahm Privatunterricht und war Gasthörerin an der Hochschule der Künste in Berlin (HdK Berlin). Die „frühberufene und spätentschiedene Laut-Künstlerin“ (FAZ) machte sich schnell einen Namen als versierte Vokal-Artistin und Komponistin weit über Berlin hinaus. Dennoch begann sie im Jahre 2014 am Jazz Institut Berlin (JIB) den European Jazz Master (EUJAM), welchen sie zwei Jahre später mit dem Master of Music (Note: „sehr gut“) abschloss und der sie von Berlin aus nach Trondheim, Kopenhagen, Amsterdam und Paris führte. Sie kann zurückblicken auf Unterricht und Workshops bei Maria João, Theo Bleckmann, Wolfgang Muthspiel, Michael Schiefel, Jeanne Lee, Kurt Rosenwinkel, David Friedman, Norma Winstone, Mark Murphy, Jakob Anderskov, Sissel Vera Pettersen, Eirik Hegdal, Tom Arthurs, Lauren Newton, John Hollenbeck und vielen mehr.

In ihrer mittlerweile mehr als 20-jährigen Karriere als Musikerin arbeitete sie mit vielen namhaften Musikern zusammen, darunter Angelika Niescier, Matthias Akeo Nowak, Julia Hülsmann, Christian Kögel, Christian Thomé, Kalle Kalima, Achim Kaufmann, Moritz Baumgärtner, Andreas Lang, Malte Schiller, Oliver Steidle, Daniel Erdmann, Michael Thieke, Rudi Mahall, Frank Woeste, Carlos Bica, Heinrich Köbberling und Pepe Berns. Sie tourte und trat auf in Clubs und auf Festivals in diversen europäischen Ländern und in der Türkei sowohl als Bandleaderin als auch als Sidewoman.

2017 erschien die CD „Planet 9“ bei betont. Planet 9 war ein Kollektiv von Komponistinnen, bei dem Jacobien Vlasman sowohl Assistentin der künstlerischen Leitung, Co-Produzentin als auch Sängerin und Komponistin war. Eine CD mit ihrem Oktett „Jaco Says Yes“ ist in Arbeit. 2017 bekam sie dafür erneut ein Jazz-Stipendium des Berliner Senats. 2017 und 2018 war Jacobien Vlasman Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul, wo sie mit vielen namhaften türkischen Musikern arbeitete. Seit 2020 kuratiert sie die von ihr konzipierte Reihe „Inside...“ im Zig Zag Jazzclub, Berlin, und organisiert im selben Jahr erstmals das von ihr konzipierte „rejazz-festival“, welches Bandleaderinnen in den Fokus stellt. Sowohl die Reihe als auch das Festival werden vom Berliner Senat gefördert. Für ihr neues Projekt MEGATRAMP hat sie 2020 eine Zusage für ein Sonderstipendium vom Musikfonds bekommen.

Seit 2011 unterrichtet sie in der Studienvorbereitung der Musikschule City West in Berlin und ist seit dem Sommersemester 2020 Lehrbeauftragte für Jazzgesang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Homepage: jacobienvlasman.de

 

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Zuletzt bearbeitet: 30.09.2020

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